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Glaubensbekenntnis

Auf dieser Seite erfahren Sie, woran wir glauben und wie unsere Gemeinde aufgebaut ist. Das Glaubensbekenntnis hilft zu verstehen, was uns wichtig ist, wie wir zu Gott stehen und welche zentrale Rolle die Bibel in unserem Leben spielt. Diese Glaubenslehre ist von unserer Kirche noch nicht endgültig bestätigt, daher können Änderungen vorgenommen werden.

1. Die Heilige Schrift

Wir glauben, dass die Bibel – die kanonischen Bücher der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments – das Wort Gottes ist, das durch die Inspiration des Heiligen Geistes geschrieben wurde und aus 39 Büchern des Alten Testaments und 27 Büchern des Neuen Testaments besteht. Joh. 17:17, Röm. 3:22.

Die Bibel – die vollkommene Offenbarung Gottes an das Menschengeschlecht – ist die wahre Quelle der Gotteserkenntnis. Sie offenbart den Willen Gottes, enthält die Gebote Gottes, die Gesetze und die Prophezeiungen und weist den Weg zum Heil. 2 Tim. 3:16, 2 Petr. 1:21, Jer. 1:9, Jer. 27:18, Jer. 36:1-4, 2 Petr. 1:15-20, Eph. 3:3, 1 Thess. 2:13, 1 Kor. 2:13, Joh. 20:31, Offb. 22:18-19.

Die Bibel offenbart die Wahrheit, verkündigt die Liebe Gottes und das ewige Leben in Christus Jesus. Joh. 14:6, 1 Joh. 4:10, 1 Joh. 5:11, Joh. 20:31.

Die Heilige Schrift ist die Quelle des christlichen Glaubens und die geistliche Leitlinie für die Gläubigen. Röm. 10:17, 2 Petr. 1:19, Jos. 1:7-8, Mt. 22:29, Röm. 15:4, 2 Tim. 3:14-16, Hebr. 4:12.

2. Gott

Wir glauben an den einen, lebendigen, wahren Gott. 5 Mose 4:35, Jes. 44:6, Jes. 45:5-6, Ps. 90:3, Jer. 10:10, Dan. 6:27, Mk. 12:29, Mk. 12:32, Joh. 17:3.

Wir glauben an den anfanglosen, allweisen, allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gott. Ps. 147:5, Ps. 139:2, Apg. 15:18, Spr. 5:21, Spr. 15:3, Ps. 102:28, Ps. 139:7-10, Jer. 23:23-24, 1 Tim. 1:17, Hebr. 4:13, 1 Mose 17:1.

Wir glauben an Gott den Schöpfer, der Himmel und Erde und alles, was sie erfüllt, geschaffen hat. Jes. 45:12, Ps. 24:1, 1 Mose 1:1-3, Ps. 107:25-29, Nah. 1:5, Jes. 40:26-29, Apg. 17:24-28.

Wir glauben, dass Gott Geist ist und als Geist für Menschen unsichtbar ist. Joh. 4:24, 2 Mose 33:20, Joh. 1:18, Joh. 4:12, 1 Tim. 6:16.

Doch „sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken“ Röm. 1:20.

Wir glauben, dass Gott vollkommen, gerecht und heilig ist. Mt. 5:48, 1 Petr. 1:15-16, 5 Mose 32:4, Jes. 57:15.

Gott ist barmherzig, gerecht und mitfühlend. Lk. 6:36, Ps. 119:37, Ps. 99:9, Jak. 5:11, Ps. 86:5, Ps. 116:5, Lk. 10:30-37, Mt. 9:36, Mt. 14:14, Lk. 7:13, Hebr. 4:15.

Wir glauben, dass „Gott Liebe ist“ und dass diese Liebe der Menschheit in Jesus Christus offenbart wurde. 1 Joh. 4:9-16, Joh. 13:15, Joh. 14:21, Joh. 16:27, Joh. 17:23, 1 Joh. 4:9-10, Röm. 5:8, Eph. 2:4-5, 1 Tim. 2:4.

3. Die Dreieinigkeit Gottes

Wir glauben an den dreieinigen, wesensgleichen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. 1 Joh. 5:7, 1 Mose 1:26, 1 Mose 3:22, 1 Mose 11:7, Jes. 6:8, Jes. 48:16, Mt. 3:16-17.

Gott der Vater 1 Petr. 1:12, 1 Kor. 8:6.

Gott der Sohn – Jesus Christus. Joh. 6:27, Röm. 9:5, 1 Tim. 3:16, Joh. 1:1, Joh. 10:30, Phil. 2:6, Mt. 28:19, 2 Kor. 13:13.

Gott der Heilige Geist Apg. 5:3-4, 1 Kor. 3:16.

Wir glauben, dass jeder von neuem geborene Mensch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist hat. 2 Joh. 9, 1 Joh. 2:23, 1 Kor. 3:16, Röm. 8:9.

4. Jesus Christus

Wir glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der von Ewigkeit her seiende Gott 1 Joh. 5:20, Röm. 9:5, Joh. 1:3, Kol. 1:16, Offb. 1:8, Joh. 8:25, Kol. 1:15-17, Joh. 3:13, Joh. 6:62, Joh. 17:15-24, 1 Kor. 15:47.

Christus ist allwissend, allgegenwärtig, heilig und ohne Anteil am Bösen Joh. 2:24-25, Hebr. 4:13, Mt. 9:3-4, Joh. 1:48-49, Joh. 4:29, Kol. 2:3, Mt. 18:20, Mt. 28:20, Hebr. 7:26.

Wir glauben, dass Gott von Ewigkeit her seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus als Sühnopfer zur Erlösung und Rettung des Menschengeschlechts bestimmt hat Röm. 8:3, 1 Petr. 1:18, 1 Petr. 1:20, Jes. 53:5, 1 Petr. 2:24, 1 Petr. 3:18.

Jesus Christus ist vom Heiligen Geist empfangen, von der Jungfrau Maria geboren und hat in sich die göttliche und die menschliche Natur vereinigt. Jes. 7:14, Mt. 1:20, Lk. 1:35, 1 Tim. 3:16, Röm. 1:3-4.

Wir glauben, dass Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist. 1 Tim. 2:5, Kol. 1:20.

Wir glauben, dass „Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach der Schrift, und dass er begraben worden ist und dass er am dritten Tag auferweckt worden ist, nach der Schrift“ 1 Kor. 15:3-4.

Christus „ist dahingegeben worden um unserer Sünden willen und auferweckt um unserer Rechtfertigung willen“ Röm. 4:25, Apg. 13:39, Röm. 5:18, Hebr. 7:21-28, Hebr. 8:1-6, Hebr. 9:11-26.

Er hat durch seinen Tod „den entmachtet, der die Macht des Todes hatte, das ist den Teufel“ Hebr. 2:14-15, 1 Joh. 3:8, 2 Tim. 1:10, Offb. 1:17-18.

Wir glauben, dass Christus der verheißene Gesalbte Gottes – der Messias – und der einzige Retter der Welt ist. Apg. 2:36, Lk. 4:18-19, Apg. 4:12.

„Der Menschensohn hat Vollmacht, auf Erden Sünden zu vergeben“ – Mt. 9:6, Joh. 4:42, Joh. 10:28, 1 Petr. 1:18-19, Gal. 1:4, Gal. 2:20, Eph. 5:2, 1 Tim. 2:6, Tit. 2:14, Hebr. 9:12.

Wir glauben, dass der auferstandene Jesus Christus in den Himmel aufgefahren ist, zur Rechten Gottes sitzt und unser Fürsprecher beim Vater und Hohepriester der zukünftigen Güter geworden ist Mk. 16:19, Hebr. 9:24, 1 Joh. 2:1, Hebr. 7:24-25, 1 Tim. 2:5-6, 1 Tim. 3:16, Hebr. 7:21-28, Hebr. 8:1-6, Hebr. 9:11-12.

Wir glauben, dass der auferstandene, aufgefahrene und verherrlichte Jesus Christus der Begründer und das Haupt der Gemeinde ist Mt. 16:18, Kol. 1:18, Eph. 1:22-23, Eph. 5:23.

Wir glauben, dass Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten Joh. 5:22, Apg. 1:11, Apg. 17:31, Offb. 19:11-16, Mt. 24:30, Mk. 14:62, Lk. 21:27, Apg. 1:11.

5. Der Heilige Geist

Wir glauben, dass der Heilige Geist alle göttlichen Eigenschaften besitzt Apg. 5:3-4 , nämlich:

Der Heilige Geist wirkt von Ewigkeit her die Taten Gottes. Hiob 33:4 , Ps. 104:30 .

Der Heilige Geist hat die Propheten und Apostel inspiriert. 2 Petr. 1:21 .

Wir glauben, dass der Heilige Geist am Pfingsttag gesandt wurde, um von Christus Zeugnis abzulegen, ihn zu verherrlichen und die Gemeinde aufzubauen. Apg. 1:8, Joh. 15:26, Joh. 16:7, Joh. 16:14, 1 Kor. 12:13.

Der Heilige Geist überführt die Welt von Sünde, von Gerechtigkeit und vom Gericht Joh. 16:8, erneuert den gläubig gewordenen Menschen Joh. 3:3-5, Tit. 3:5, wohnt in ihm 1 Kor. 3:16, Röm. 8:9 und fördert sein geistliches Wachstum.

Wir glauben, dass der Heilige Geist die Gläubigen lehrt, leitet, unterweist, zurechtweist, ermutigt und tröstet. Joh. 14:26, 1 Kor. 2:12-13, Joh. 16:13, Apg. 8:29, Apg. 13:2, Apg. 16:6-7, 1 Joh. 2:20, 1 Joh. 2:27, Eph. 3:16, Eph. 3:18-19, 1 Kor. 6:11, Röm. 8:13-14, 2 Kor. 3:17-18, 2 Tim. 1:7, Eph. 1:13, Eph. 4:30, 1 Kor. 3:16, 1 Kor. 6:19.

Wir glauben, dass der Heilige Geist den Wiedergeborenen wiederholt mit sich erfüllt und ihm Kraft schenkt für ein heiliges Leben und für das Zeugnis von Jesus Christus. Apg. 4:31, Eph. 5:18, Apg. 1:8, Apg. 2:4, Apg. 5:3, Apg. 9:17, Apg. 13:9, 1 Kor. 2:4.

Der Heilige Geist schenkt den Kindern Gottes die Fähigkeit, Frucht zu bringen Gal. 5:22-23, Eph. 5:9.

Der Heilige Geist stärkt uns in unserer Schwachheit und tritt für uns ein Röm. 8:26.

Wir glauben, dass der Heilige Geist die Gläubigen mit Gnadengaben ausrüstet zum Dienst in der Gemeinde: mit der Gabe der Verkündigung des Evangeliums, der geistlichen Erziehung, der Hilfeleistung, der Einheit in Christus und anderen. 1 Kor. 12:7-11,28.

6. Der Mensch

Die Schöpfung des Menschen. Wir glauben, dass der Mensch von Gott sündlos nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen wurde. 1 Mose 1:26, 1 Mose 2:7, 1 Mose 5:1, Pred. 7:29, Jes. 45:12.

Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Leib 1 Mose 2:7, 1 Thess. 5:23.

Gott gab dem Menschen Weisheit und Herrschaft über die umgebende Welt 1 Mose 1:28, 1 Mose 2:15, Ps. 8:7.

Gott schuf den Menschen mit freiem Willen, damit er selbst zwischen Gut und Böse wählen könne 1 Mose 2:16-17, Jos. 24:15, Jer. 21:8, 5 Mose 30:19.

Der Sündenfall des Menschen. Der Mensch übertrat Gottes Gebot und fiel in Sünde. Durch Adams Sündenfall hat das ganze Menschengeschlecht Sünde und Tod geerbt Röm. 5:12, Jes. 59:2.

Die Erlösung des Menschen. Wir glauben, dass unsere Erlösung am Kreuz auf Golgatha durch das freiwillige Opfer Jesu Christi für unsere Sünden vollbracht wurde. Mt. 20:28, Jes. 53:4-7, Apg. 4:10-12, 1 Petr. 1:18-19, 1 Petr. 2:24, Hebr. 9:11-15.

In Christus bietet Gott dem Menschen das Heil umsonst an Tit. 2:11, Mt. 11:28-30, Mt. 18:11, 2 Petr. 3:9, 1 Tim. 2:4, Röm. 3:24.

Es liegt am Menschen, das angebotene Heil und das ewige Leben im Glauben anzunehmen oder es zu verwerfen Mk. 16:16, Joh. 12:46-48, Joh. 3:18, Joh. 5:39-40, Hebr. 10:38, Apg. 10:43.

Wir glauben, dass zur Bekehrung des Sünders zu Gott der Glaube nötig ist, der dem Menschen durch das Wirken des Heiligen Geistes und das Hören des Wortes Gottes geschenkt wird Joh. 16:8-9, Röm. 10:17, Hebr. 11:6, Apg. 4:4.

Der Glaube führt den Menschen zur Buße, zur Abkehr von toten Werken und zum Heil in Christus Jesus Apg. 26:18, Apg. 11:21, Eph. 2:8.

Der Glaube bewegt den Menschen, dem Herrn zu vertrauen und ihm gehorsam zu sein 2 Tim. 1:12, Röm. 4:18-21, Hebr. 11:8.

Das Bekenntnis Jesu Christi als Herrn und Retter ist der Beweis wahren Glaubens 2 Kor. 4:13, Joh. 20:28, Röm. 10:9-10, Mt. 10:32-33, Lk. 12:8-9, Apg. 8:37, Jak. 2:17, Gal. 5:6.

7. Buße, Bekehrung, Wiedergeburt und Rechtfertigung

Wir glauben, dass die Buße den Menschen von Gott aus Gnade geschenkt wird. Mk. 1:15, Apg. 11:18, Röm. 2:4, Apg. 2:37-38.

Buße und Bekehrung umfassen Zerbruch über die Sünde, Bekenntnis vor dem Herrn, Verlassen der Sünde sowie die Annahme Jesu Christi als persönlichen Retter. 2 Kor. 7:10, Spr. 28:13, Ps. 38:19, Apg. 26:20.

Wir glauben, dass die Folge der Bekehrung und der Annahme Jesu Christi als Retter die Wiedergeburt von oben durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes ist – als notwendige Voraussetzung für die Kindschaft und den Eintritt in das Reich Gottes. Joh. 1:12-13, Joh. 3:5, Jak. 1:18, 1 Kor. 4:15, Gal. 3:26.

Durch die Wiedergeburt wird der Mensch Kind Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur und Tempel des Heiligen Geistes. 2 Kor. 5:17, Gal. 6:17, 1 Petr. 2:9, 2 Petr. 1:4, 1 Kor. 6:19.

Wahre Kennzeichen der Wiedergeburt sind eine vollständige Verwandlung des Lebens, Hass auf die Sünde, Liebe zum Herrn und zur Gemeinde, Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Ihm, Streben nach der Nachfolge Christi und Erfüllung des Willens Gottes. Eph. 2:5, Ps. 97:10, Gal. 4:19, 2 Kor. 3:18, 1 Joh. 3:14, 1 Joh. 5:1, Gal. 5:13.

Die von neuem Geborenen haben in sich das Zeugnis des Heiligen Geistes, dass sie Kinder Gottes und Erben des ewigen Lebens sind. 1 Joh. 5:10-11, Röm. 8:16-17, Gal. 4:7, Eph. 2:19.

Wir glauben, dass die Rechtfertigung die Stellung des gläubig gewordenen Menschen vor Gott verändert, ihn vom Schuldbewusstsein und von der Furcht vor der Verdammnis wegen der Sünde befreit, weil Christus unsere ganze Schuld und Strafe auf sich genommen hat. Röm. 5:9, Röm. 3:24-25, Röm. 4:25, Röm. 3:28, Gal. 2:16, 2 Kor. 5:21.

Die Folge der Rechtfertigung ist die Befreiung von der ewigen Verdammnis und dem Zorn Gottes, das Bekleidetsein mit der Gerechtigkeit Christi, der Friede mit Gott sowie der Besitz des herrlichen Erbes mit Christus. Röm. 5:9, Röm. 8:1, Röm. 4:5, Röm. 5:1, Röm. 8:30.

8. Heiligung

Wir glauben, dass niemand den Herrn sehen wird ohne Heiligkeit. Hebr. 12:14, 1 Thess. 4:3-7.

Die Heiligung ist die Folge der Rechtfertigung der Sünder durch Jesus Christus. 1 Kor. 1:30, Hebr. 10:10-14, 1 Kor. 1:2, 1 Kor. 6:11, Röm. 1:7.

Der Christ braucht lebenslange, fortschreitende Heiligung. Offb. 22:11, Eph. 5:27, 1 Thess. 5:23, 2 Kor. 3:18, Eph. 3:19.

Heiligung bedeutet Absonderung von der Sünde, Weihe an Gott und Verwandlung in das Bild Jesu Christi. Tit. 2:14, 2 Petr. 3:14, Röm. 6:2, Röm. 6:6, Phil. 2:15, 2 Kor. 6:17-18, Kol. 3:5-8, 2 Kor. 3:18, Phil. 2:5, 1 Joh. 2:6, Röm. 8:29, Eph. 4:13, Kol. 3:10-11, Gal. 4:19, 2 Kor. 5:15, Röm. 6:19, Röm. 8:12-13, 1 Thess. 3:13, 1 Joh. 3:2, 1 Kor. 15:49, Offb. 19:7-8.

Die Heiligung wird von Gott bewirkt unter Mitwirkung des gläubigen Menschen. Zur göttlichen Seite gehören das Werk Gottes durch das Opfer Jesu Christi, sein Wort und den Heiligen Geist. 1 Thess. 5:23, Joh. 17:17, Eph. 5:25-26, 1 Petr. 1:2, Hebr. 10:10, 2 Thess. 2:13.

Zur Mitwirkung des Menschen gehören:

9. Das Gebet

Das Gebet ist das Mittel der Gemeinschaft des Menschen mit Gott. Joh. 16:23, Phil. 4:6, Jer. 33:3, Lk. 18:1, Röm. 8:15, Gal. 4:6, Mt. 26:41.

Im Gebet legen wir unsere Wünsche Gott vor, der mächtig ist, unsere Bitten zu erfüllen, denn er hat verheißen, die Gebete derer zu erhören, die zu ihm rufen. Ps. 50:15, Sach. 13:9, Phil. 4:6.

Wir sollen nicht nur für uns selbst beten, sondern für alle Menschen: für die Gemeinde, für die Diener, für den Erfolg der Ausbreitung des Evangeliums, für alle Heiligen, für Verwandte, für Leidende und Kranke, für unsere Freunde und Feinde. 1 Tim. 2:1-2, 1 Mose 18:23-32, 2 Mose 32:11-14, 2 Mose 32:30-32, 2 Mose 34:8-10, Mt. 5:44, Lk. 22:32, Lk. 23:34, 1 Joh. 5:16, Jak. 5:14, 2 Thess. 1:11, 2 Thess. 3:1.

Die Kinder Gottes sind berufen, immer und für alles dem Herrn zu danken, denn alle seine Pläne dienen zum Besten der Gläubigen. Röm. 8:28, 1 Thess. 5:17-18, Eph. 5:20.

Wir glauben, dass Gott die Gebete hört, die nach seinem Willen gesprochen werden, und sie erfüllt. 1 Joh. 5:14, Joh. 16:23, Mk. 11:24-25, Joh. 14:13-14, Joh. 15:7, Mt. 21:22, 2 Kor. 12:8-9.

Gebete können mit Fasten verbunden sein. Mt. 17:21.

Im Alten Testament wurde bei öffentlichen Notlagen und Gerichten Gottes gefastet. Esra 8:21-23, Joel 1:14, Joel 2:12-15.

Gebet mit Fasten geschieht auch bei:

Jesus Christus lehrte, dass man während des Fastens nicht traurig aussehen solle wie die Heuchler. Mt. 6:16-18.

Fasten besteht nicht nur im Verzicht auf Speise und im Gebet, sondern auch darin, „die Fesseln der Bosheit zu lösen“ und die Beziehungen zu den Menschen in Ordnung zu bringen. Jes. 58:3-12, Sach. 7:3-10, Mt. 5:23-24.

10. Die Gemeinde

Wir glauben, dass Jesus Christus die Gemeinde gegründet hat Mt. 16:18, Kol. 1:26-27, Eph. 3:9-10.

Seit dem Pfingsttag gibt es die universale (unsichtbare), die örtliche und die Hauskirche.

Die universale Gemeinde Christi besteht aus allen durch das Blut Christi Erlösten aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen, die im Himmel und auf der Erde sind. Hebr. 12:22-23, Offb. 5:9-10, Eph. 1:22-23, Eph. 5:25-27, Kol. 1:12-22.

Die universale Gemeinde wird genannt:

Wir glauben, dass alle, die an Christus glauben und von neuem geboren sind, durch den Heiligen Geist in den Leib Christi getauft (eingetaucht) wurden und Glieder der Gemeinde Christi sind. Joh. 3:5, Eph. 1:13, Röm. 8:9, Röm. 8:14, Tit. 3:5-7, 1 Kor. 12:13, Apg. 2:47, Eph. 4:5, Gal. 3:27, Kol. 2:12.

Wir glauben, dass nach dem Ende der Gnadenzeit die Gemeinde Christi von der Erde entrückt wird, dem Herrn in den Lüften entgegen, um dort mit ihm die ewige Herrlichkeit zu teilen. Joh. 17:24, Joh. 14:3, 1 Thess. 4:13-17, 1 Kor. 15:51-57, Phil. 3:20-21.

Von der Gemeinde werden die ausgeschlossen, die von Christus abgefallen sind.Hebr. 6:4-6, Mt. 18:16-18, Joh. 20:23, 1 Kor. 5:3-5.

Die Zugehörigkeit zur universalen Gemeinde befreit nicht von der Pflicht, einer örtlichen Gemeinde beizutreten. Apg. 2:41.

Die örtliche Gemeinde ist eine Versammlung wiedergeborener Seelen, die durch denselben Glauben (dasselbe Bekenntnis), dieselbe Liebe und Hoffnung verbunden sind und sich freiwillig zum gemeinsamen Dienst am Herrn und zur Befriedigung ihrer geistlichen Bedürfnisse zusammengeschlossen haben. Apg. 2:42, Mt. 18:17, Apg. 14:23, 1 Kor. 12:13, Röm. 8:9-14.

Die Aufgaben der örtlichen Gemeinde sind:

  • die Verkündigung des Evangeliums Mt. 28:19, Mk. 16:15, Mk. 16:20, Apg. 20:24.
  • die Erziehung der Gläubigen zur Heiligkeit, zur christlichen Gottseligkeit und zur Befolgung der Gebote Christi im Leben Mt. 28:20, Eph. 3:18-19.
  • die Vermehrung der christlichen Liebe und die Stärkung der Einheit der Gläubigen gemäß dem hohepriesterlichen Gebet des Herrn Joh. 17:21-23.

11. Mitgliedschaft in der örtlichen Gemeinde

Voraussetzung für die Aufnahme als Mitglied einer örtlichen Gemeinde ist Glaube, Buße und Wiedergeburt. Davon legt der Mensch vor Gott und der Gemeinde Zeugnis ab durch mündliches Bekenntnis, sein persönliches Leben und die Wassertaufe. Röm. 10:9-10, 1 Tim. 6:12, Apg. 19:2-5.

Der gläubig gewordene Mensch wird Mitglied der örtlichen Gemeinde nach der Annahme der Taufe aufgrund des Glaubens. Apg. 2:41.

Zur Wahrung der Gemeindeordnung gibt es Maßnahmen kirchlicher Zucht:

Der Ausschluss aus der örtlichen Gemeinde kann erfolgen im Falle:

12. Die Ordnung der örtlichen Gemeinde

Jede örtliche Gemeinde gehört Gott 1 Kor. 1:2, Apg. 20:28.

Nach dem Willen Gottes hat die Gemeinde eine bestimmte Ordnung und Struktur. 1 Kor. 14:33,40.

Der Herr setzt Diener ein durch Berufung und Wahl durch die Gemeinde. Das Wahlrecht liegt bei der Gemeinde. Eph. 4:11-12, Apg. 6:2-7, Apg. 13:1-3, Apg. 15:22, 1 Kor. 12:28-29, Tit. 1:5.

Die Ältesten (Presbyter) sind verpflichtet:

  • die Gemeinde des Herrn zu weiden Apg. 20:28.
  • die Gemeindeglieder in der gesunden Lehre zu unterweisen 2 Tim. 2:15.
  • die Schwachen zu stützen Apg. 20:35.
  • die Widersacher zu überführen Tit. 1:9.

Diakone sind berufen, den Presbytern im Dienst zu helfen Apg. 6:1-4.

Diener können unterschiedliche Rollen haben 1 Kor. 12:28, Röm. 12:7-8.

Älteste, Diakone und andere gewählte Diener nehmen an der Beratung und Entscheidung geistlicher Fragen teil. Apg. 15:6, Apg. 15:22, Phil. 1:1.

Die Diener der Gemeinde können von ihr Unterhalt empfangen. 1 Kor. 9:14, Mt. 10:10, Gal. 6:6, 1 Tim. 5:17-18.

13. Die Ordination der Gemeindediener

Älteste (Presbyter), Diakone und andere von der Gemeinde gewählte Diener müssen:

Ein Diener verliert das Recht, seinen Dienst auszuüben, wenn er eine Sünde begeht, die den Ausschluss aus der Gemeinde nach sich zieht Hebr. 12:15-17, Hes. 44:10-13, Mal. 2:7-9.

Diener unterliegen wie alle anderen Gemeindeglieder der Gemeindezucht, jedoch unter Beteiligung höhergestellter Diener 1 Tim. 5:19.

14. Pflichten der Gemeindeglieder

Die Gemeindeglieder sollen:

Jedes Gemeindeglied ist berufen, die Gottesdienste regelmäßig zu besuchen und würdig am Abendmahl des Herrn teilzunehmen Hebr. 10:25, Ps. 16:3, Ps. 27:4, Ps. 122:1, 1 Kor. 11:26-28, Apg. 2:42.

15. Die Wassertaufe

Wir glauben, dass die Wassertaufe aufgrund des Glaubens die Erfüllung des Gebots Jesu Christi an die Gemeinde ist, ein Zeugnis des Glaubens und des Gehorsams gegenüber dem Herrn sowie ein feierliches Versprechen an Gott in gutem Gewissen. Mk. 16:15-16, Apg. 2:38,41, Apg. 22:16, 1 Petr. 3:21.

Die Wassertaufe wird gemäß dem Wort Gottes an denen vollzogen, die an Jesus als ihren persönlichen Retter geglaubt und die Wiedergeburt erlebt haben. Apg. 8:36-38, Apg. 2:41, Apg. 8:12, Apg. 10:47, Apg. 18:8, Apg. 19:5.

Die Taufe wird von Dienern durch einmaliges Untertauchen ins Wasser im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen. Mt. 28:19.

Die Taufe des Gläubigen bedeutet sein Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen mit Christus. Röm. 6:3-5, Gal. 3:26-27, Kol. 2:11-12.

Bei der Taufe stellt der taufende Diener dem Täufling folgende Fragen: „Glaubst du, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist? Versprichst du, Gott in gutem Gewissen zu dienen?“ Nach der bejahenden Antwort sagt er: „Aufgrund deines Glaubens taufe ich dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das Wort „Amen“ spricht der Täufling gemeinsam mit dem Diener. Nach der Taufe halten die Diener ein Gebet über die Getauften und feiern das Brotbrechen. Apg. 8:37, 1 Petr. 3:21.

16. Das Abendmahl des Herrn

Wir glauben, dass das Abendmahl des Herrn (Brotbrechen) ein Gebot Jesu Christi ist, um seiner Leiden und seines Todes am Kreuz zu gedenken und sie zu verkündigen. 1 Kor. 11:23-26, Mt. 26:26-28, Lk. 22:17-20.

Das Abendmahl des Herrn (Brotbrechen) drückt unsere Gemeinschaft mit Christus und miteinander aus. 1 Kor. 10:16-17.

Brot und Wein weisen auf den Leib und das Blut Jesu Christi hin. Mt. 26:26-28.

Das Abendmahl des Herrn wird in der Gemeinde gefeiert, „bis er kommt“. 1 Kor. 11:26.

Am Brotbrechen nehmen Gemeindeglieder teil, die im Frieden mit dem Herrn und mit der Gemeinde leben. 1 Kor. 11:27-29, Mt. 5:23-24.

17. Der Sonntag

Wir glauben, dass der erste Tag der Woche der Tag war, an dem Jesus Christus zur Rechtfertigung für uns auferstanden ist Mt. 28:1, Mk. 16:9, Röm. 4:25.

Dieser Tag – der Tag der Auferstehung Christi aus den Toten – verkündigt den herrlichen Sieg unseres Erlösers und ist ein großes Fest für die Christen 1 Kor. 5:7-8.

Die erste und zweite Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern fanden am ersten Tag der Woche statt Joh. 20:19-26.

Auch die Ausgießung des Heiligen Geistes geschah am ersten Tag der Woche Apg. 2:1.

Am Sonntag war der Apostel Johannes im Geist und empfing von Gott die Offenbarung Offb. 1:10.

Der erste Tag der Woche ist mit der Gemeinde und dem Himmel verbunden. Er ist ein wunderbarer Beweis der ewigen Annahme der Gemeinde durch Gott und zeigt, was Er für uns getan hat Eph. 2:11-16.

Der Sonntag als Tag des Herrn soll ein Tag heiliger Arbeit für den Herrn sein – ein Tag, der dem Studium des Wortes Gottes, dem Gebet, der Teilnahme an Gottesdiensten und der Ausübung christlicher Liebe in Werken der Barmherzigkeit gewidmet ist Apg. 2:42, 1 Kor. 16:1-2, Jak. 1:27, 2 Petr. 1:5-9.

18. Ehe und Familie

Wir glauben, dass die Ehe von Gott eingesetzt wurde 1 Mose 2:18-24.

Die Ehe ist ein Bund zwischen Mann und Frau zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, zur Fortpflanzung des Menschengeschlechts und zum gemeinsamen Durchschreiten des Lebensweges in Liebe und Eintracht, bis der Tod sie scheidet 1 Mose 2:18, 1 Kor. 7:38, 1 Petr. 3:1-7, Eph. 5:22-33.

Im Falle des Todes eines Ehepartners verbietet das Wort Gottes dem Überlebenden nicht, erneut zu heiraten – jedoch nur im Herrn 1 Kor. 7:39.

Wir erkennen, dass Scheidung grundsätzlich nicht zulässig ist Mt. 19:6-9.

Wenn jedoch der ungläubige Ehepartner die Familie verlässt, kann eine Scheidung gemäß dem Wort Gottes erlaubt sein 1 Kor. 7:15. Die Ehe als göttliche Einsetzung und staatlicher Akt wird nach den Gesetzen des Landes geschlossen und in der Gemeinde durch Unterweisung im Wort Gottes und Gebet gesegnet Kol. 3:17, 1 Petr. 2:13.

Wir glauben, dass Kinder in der Familie eine kostbare Gabe Gottes sind Ps. 127:3.

Die Eltern tragen die Verantwortung für die geistliche Erziehung ihrer Kinder Kol. 3:21, Eph. 6:4, Mt. 18:6-7, 5 Mose 6:5-9, Ps. 78:3-8.

19. Die Wiederkunft Jesu Christi und das Gericht

Wir glauben an die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit. Apg. 1:11, Mt. 25:31; 26:64, 1 Thess. 1:10, 2 Thess. 1:7, Offb. 1:7.

Der Wiederkunft Jesu Christi geht voraus: die Auferstehung der in Christus Entschlafenen, die Verwandlung der lebendigen Gläubigen, die unsichtbare Entrückung der Gemeinde und ihre Begegnung mit Christus in den Wolken. 1 Thess. 4:16-17, 1 Kor. 15:51-52, Phil. 3:21, 1 Joh. 3:2.

Wir glauben an das Richteramt Christi für die Geretteten. 2 Kor. 5:10, 1 Petr. 5:4, 1 Kor. 9:24-25, 2 Tim. 4:7-8.

Wir glauben ebenfalls an die Auferstehung aller Toten und an das gerechte Gericht Gottes vor dem großen weißen Thron. Offb. 20:11-15.

Nach dem Gericht vor dem großen weißen Thron bricht die Ewigkeit an – für die einen selig mit Christus, für die anderen ewige Qual. Joh. 5:29, Dan. 12:2, Offb. 22:20.

20. Das Verhältnis zum Staat

Wir glauben, dass Gott selbst ist die Obrigkeiten Röm. 13:1-2.

Der Christ soll ein vorbildlicher Bürger seines Vaterlandes sein und der Obrigkeit untertan sein – „nicht allein aus Furcht vor der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen“ Röm. 13:5-7, Mk. 12:17, 1 Petr. 2:13-17.

Als Bürger ihres Landes sind Christen verpflichtet, „jedem das zu geben, was ihm gebührt“, d. h. die Gesetze des Staates zu befolgen Lk. 3:14, Apg. 23:12-23, 1 Petr. 2:13-14, Röm. 13:1-7.

Christen sind durch ein gottesfürchtiges Leben und Gebet berufen, gegen alles Böse im gesellschaftlichen Leben zu kämpfen und dem Sieg des Guten, der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen zu dienen Phil. 4:8, 1 Kor. 7:21, Röm. 12:17, 1 Petr. 3:11, Röm. 12:18, Röm. 14:19, Hebr. 12:14.

Wir sind berufen, für die Regierung zu beten, damit der Gebrauch der ihr anvertrauten Macht Frieden und Gerechtigkeit bewahrt Jer. 29:7, 1 Tim. 2:1-2.

Wir glauben, dass die Gemeinde Christi nicht von dieser Welt ist Joh. 18:36. Die Gemeinde, die Christus als ihr Haupt anerkennt, kann ihrem Wesen nach weder unter der Herrschaft weltlicher Macht stehen noch selbst weltliche Macht besitzen oder im Geist und mit den Methoden weltlicher Macht handeln Mt. 20:25-28, Lk. 12:13-14.

Die Trennung von Kirche und Staat entspricht den Prinzipien des Evangeliums. Wir halten jede menschliche Einmischung in die kanonische Erfüllung unserer christlichen Glaubenspflichten und in unser Verhältnis zu Gott für unzulässig. Die Gemeinde richtet sich in ihrer kanonischen Tätigkeit gegenüber dem Staat nach den Worten Christi: Mt. 22:21.